Rebhuhn

Perdix perdix

Häufigkeit im Raum SchorndorfRL
Bühler und Jeserich (1965) bezeichneten das R. als regelm. Brut- und Jahresvogel und nennen auf 1 ha. ca. 0,5, lokal bis 1,5 Paare. Im Herbst ganze Völker in Hausgärten im Randbereich von Ortschaften. Lehnhard (1969) nennt im Jahr 1968 3 Nestfunde mit 8, 4 und 9 Eiern in den Streuobstwiesen bei Beutelsbach und berichtet von einer wesentlichen Zuname in den letzten Jahren. Jagdpächter W. Lehnhard bestätigte 1976 5 bis 6 Ketten auf der Gemarkung Beutelsbach. Jagdpächter H.Strasser bestätigte 2003 auf den Feldern zwischen Waiblingen und Korb mindestens 10 Ex. und auf dem Schmidener Feld ca. 50 Ex. 1990 / 91 müssen optimale Verhältnisse geherrscht haben, den zwischen Weiler und Winterbach konnten im Frühjahr 7 - zwischen Schorndorf und Urbach 14 rufende Hähne verhört werden. 1992 rief im Morgensand östlich Schorndorf nur noch 1 Hahn, ab 1995 war dieses Vorkommen erloschen. Auf den Wiesen zwischen Weiler und Winterbach 1996 noch 3 rufende Hähne. Zwischen Geradstetten und Hebsack konnten 2002 noch 2 Paare bestätigt werden. Auch auf den Feldern um Winnenden gelangen nur selten Beobachtungen dieser Art (z.B. 14.4.2002 1 Ex bei Nelmersbach und am 20.5.2004 2 Ex. im Söllbachtal bei Winnenden. Zusammenfassend muss befürchtet werden, dass alle Vorkommen im Rems Murr Kreis erloschen sind , bzw. kurz davor stehen. Das Rebhuhn ist nicht gefährdet
Gefährdung und Schutz
Die Ursachen für den dramatischen Rückgang dieser Art wird von zahlreichen Autoren diskutiert ( Siehe in Hölzinger 1987). In unserem Beobachtungsgebiet sind nach eigenen Feststellungen folgende Faktoren verantwortlich: Flurbereinigung, Landschaftsverbrauch und Zersiedelung begrenzen geeignete Habitate. Intensivierung der Landwirtschaft verschlechtert und vernichtet geeignete Habitate Kleingartenbereiche die auf Grund der Kleinparzellierung eigentlich sehr gute Rebhuhnhabitate sind, werden heute wie ein Freizeitgrundstück genutzt und sind entsprechend gestört. Der Chemieeinsatz in diesen Gärten ist hochgerechnet weit höher als auf landwirtschaftlichen Intensivflächen. Die jagdliche Nutzung wurde mit der Abnahme bis zum totalen Verzicht zurückgenommen und kann daher nicht für das verschwinden der Art verantwortlich gemacht werden. Durch Freizeitnutzung stieg die Beunruhigung in der Landschaft seit den 70er Jahren stark an. Die Unsitte, Hunde frei laufen zu lassen ist eine weitere Beunruhigung geeigneter Habitate. Die Aussage, dass Rabenkrähe und Elster als Nesträuber für den Rückgang verantwortlich sind, stimmt nur bedingt. Wenn Rebhühner ihre Nester in einer ausgeräumten, deckungsarmen Landschaft anlegen müssen, ist die Wahrscheinlichkeit, dass Rabenvögel dieses Nest finden, relativ groß.
Die Vögel des mittleren Remstals und Umgebung
Die Vögel des mittleren Remstals und Umgebung in Papierform
Die Informationen zur Häufigkeit, Brutnachweise und Zugbeobachtungen der 230 bisher im Raum Schorndorf beobachteten Vogelarten sind auch in gedruckter Form erhältlich. Eine ringgeheftete Broschüre (DIN A4, 63 Seiten) erhalten Sie gegen 8 Euro und einen mit 1,44 Euro frankierten und an Sie selbst adressierten Umschlag bei: Wolfgang Schnabel, Silcherstr. 15, 73614 Schorndorf


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